

Wer in der Gastronomie oder Hotellerie Personal sucht, stößt schnell auf den Begriff Personaldienstleister. Dahinter stecken aber sehr unterschiedliche Modelle: Zeitarbeit, klassische Personalvermittlung und Recruiting-Dienstleister, die Bewerber über Kampagnen gewinnen. Sie unterscheiden sich darin, wer Arbeitgeber der Fachkraft ist, wie abgerechnet wird und für welche Situation sie taugen. Dieser Artikel ordnet die drei Modelle ein und zeigt, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
| Modell | Arbeitgeber der Fachkraft | Typische Abrechnung | Passt vor allem für |
|---|---|---|---|
| Zeitarbeit (Arbeitnehmerüberlassung) | Der Personaldienstleister | Stundensatz für die überlassene Arbeitskraft | Kurzfristige Spitzen, Saisonaushilfen, Krankheitsvertretungen |
| Klassische Personalvermittlung | Ihr Betrieb | Honorar meist erst bei erfolgreicher Einstellung, häufig am Jahresgehalt orientiert | Einzelne Schlüsselpositionen |
| Recruiting-Dienstleister | Ihr Betrieb | Pauschale oder Paket für Kampagne und Vorqualifizierung | Mehrere Stellen, regionale Suche, dauerhafte Besetzungen |
Bei der Zeitarbeit stellt der Personaldienstleister die Fachkraft selbst an und überlässt sie Ihrem Betrieb gegen einen Stundensatz. In Deutschland regelt das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz die Zeitarbeit, in Österreich das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz. Beide enthalten Vorgaben etwa zu Bezahlung und Einsatzdauer.
Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit: Für eine kurzfristige Lücke, etwa in der Hochsaison oder bei einem Krankheitsausfall, ist Zeitarbeit oft die schnellste Lösung. Der Nachteil: Die Fachkraft bleibt beim Dienstleister angestellt. Der Stundensatz enthält neben dem Lohn auch die Marge des Dienstleisters, die laufenden Kosten liegen daher meist über einer Direktanstellung. Zudem bleibt die Bindung an Ihr Team oft gering. Für dauerhafte Stellen ist Zeitarbeit deshalb selten die beste Wahl.
Eine Personalvermittlung sucht passende Kandidaten und stellt sie Ihnen vor. Sie stellen die Fachkraft anschließend direkt bei sich ein. Das Honorar wird in der Regel erst bei erfolgreicher Einstellung fällig und orientiert sich häufig am Jahresgehalt der Position.
Für einzelne, schwer zu besetzende Schlüsselpositionen wie Küchenchef oder Hoteldirektion ist das ein bewährtes Modell. Bei mehreren offenen Stellen summieren sich die Honorare allerdings schnell. Zudem hängt das Ergebnis stark davon ab, welche Kandidaten der Vermittler bereits kennt. Fachkräfte, die gerade nicht aktiv suchen, erreicht eine reine Vermittlung oft nicht.
Recruiting-Dienstleister gehen einen anderen Weg. Sie sprechen Fachkräfte gezielt an, per Active Sourcing in Netzwerken und Datenbanken und über regionale Kampagnen etwa auf Facebook, Instagram oder TikTok. So erreichen sie auch Fachkräfte, die gerade nicht aktiv suchen. Eingehende Bewerbungen werden vorqualifiziert, passende Kandidaten landen als Gesprächstermin bei Ihnen. Die Fachkraft stellen Sie direkt bei sich an.
Abgerechnet wird meist über eine Pauschale oder ein Paket, nicht pro Einstellung. Das macht das Modell planbar, besonders wenn Sie mehrere Stellen gleichzeitig besetzen wollen. Wichtig ist dabei Ihre Mitwirkung: Sie führen die Vorstellungsgespräche selbst und sollten Bewerbern schnell antworten. Wer Bewerber tagelang warten lässt, verliert sie an andere Betriebe.
Unabhängig vom Modell helfen diese Fragen bei der Wahl eines Personaldienstleisters:
Für eine kurzfristige Lücke von wenigen Wochen ist Zeitarbeit oft die pragmatische Lösung. Für eine einzelne Führungsposition kann eine klassische Personalvermittlung sinnvoll sein. Wenn Sie dagegen mehrere Stellen dauerhaft und mit Fachkräften aus der Region besetzen wollen, ist ein Recruiting-Dienstleister meist der passendere Weg. Viele Betriebe kombinieren die Modelle auch, etwa Zeitarbeit für die Saisonspitze und Recruiting für das Stammteam.
Gerade in Saisonbetrieben in Tirol, im Salzburger Land oder in Bayern greifen viele Häuser zur Zeitarbeit, weil die Saison feste Termine hat. Die Alternative ist eine befristete Festanstellung für die Saison, direkt bei Ihnen. Sie zahlen dann keinen Aufschlag auf jede Arbeitsstunde, und gute Saisonkräfte kommen eher wieder, wenn sie schon einmal Teil Ihres Teams waren.
Entscheidend ist der Vorlauf. Über eine Personalvermittlung dauert eine Besetzung im Schnitt 4 bis 7 Wochen. Für die Wintersaison sollten Sie deshalb spätestens im Oktober mit der Suche beginnen, für die Sommersaison im März. Zeitarbeit bleibt sinnvoll, wenn während der Saison kurzfristig jemand ausfällt.
Talentlobby ist eine Personalvermittlung für Hotellerie und Gastronomie in Deutschland und Österreich, die wie ein Recruiting-Dienstleister arbeitet und abrechnet. Wir betreiben weder Zeitarbeit noch Personalleasing: Die Fachkräfte, die wir finden, stellen Sie direkt bei sich ein, für die Saison oder ganzjährig.
Recruiter mit Erfahrung aus Hotel und Restaurant sprechen Fachkräfte per Active Sourcing gezielt an, ergänzt um regionale Kampagnen rund um Ihren Betrieb. Jede Bewerbung qualifizieren wir telefonisch vor, passende Kandidaten bekommen direkt einen Termin in Ihrem Kalender. Sie zahlen einen festen Monatspreis ab 3.300 € netto, keine Provision pro Einstellung. Bis zur Einstellung vergehen im Schnitt 4 bis 7 Wochen. Geht eine neue Fachkraft innerhalb von 90 Tagen, besetzen wir die Stelle mit TeamSicher® ohne Aufpreis nach.

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Bei der Zeitarbeit bleibt die Fachkraft beim Dienstleister angestellt und wird Ihrem Betrieb überlassen. Bei der Personalvermittlung stellen Sie die Fachkraft direkt bei sich ein, der Vermittler erhält dafür ein Honorar.
Vor allem bei kurzfristigen, zeitlich begrenzten Engpässen, etwa in der Saison oder bei Krankheitsausfällen. Für dauerhafte Stellen ist eine Direktanstellung meist günstiger und bindet die Fachkraft stärker an Ihr Team.
Ihr Betrieb. Talentlobby betreibt keine Zeitarbeit, Sie schließen den Arbeitsvertrag direkt mit der neuen Fachkraft.
Das hängt von Position, Region und Ihrem Angebot ab. Bei Talentlobby vergehen bis zur Einstellung im Schnitt 4 bis 7 Wochen, erste Bewerbungen kommen meist schon in der ersten Woche.
Für wenige Wochen ist Zeitarbeit oft günstiger, weil keine Suche anfällt. Je länger jemand bleibt, desto stärker schlägt der Aufschlag auf jede Stunde zu Buche. Für Stellen, die Sie dauerhaft oder für eine ganze Saison besetzen, rechnet sich eine Direktanstellung über Personalvermittlung meist.
Nein. Talentlobby bietet weder Personalleasing noch Arbeitnehmerüberlassung an. Wir vermitteln Fachkräfte, die Sie direkt bei sich anstellen, auch für Saisonstellen.